Mein Raum klingt nach Badezimmer – Messungen und was ich daraus gemacht habe

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D
der_nebenbei (0 pkt)
Ich habe REW (Room EQ Wizard) mit einem Messmikrofon benutzt und war ehrlich gesagt schockiert: mein 3x4m Büro hat einen riesigen Peak bei 80Hz und einen Einbruch bei 200Hz. Ich habe jetzt zwei Basstraps in die Ecken gestellt (Rockwool 100mm, selbst gebaut für ca. 60€) und zwei Absorber an die erste Reflexionspunkte. Beim Messen danach war der 80Hz-Peak um fast 6dB runter – kleine Maßnahmen, großer Unterschied.
P
pragmatisch_13 (0 pkt)
Sehr ähnliche Erfahrung hier – mein 3,5x4m Zimmer hatte einen fetten Peak bei 110Hz, der sich beim Mischen wie ein dumpfer Schleier angefühlt hat. Ich hab damals zuerst gedacht, meine Monitore taugen nichts, bis ich endlich gemessen habe. Zwei Ecken mit 15cm Steinwolle später war der Unterschied beim Mischen sofort spürbar, besonders Bassläufe wurden plötzlich viel klarer ortbar.
A
achim_77 (0 pkt)
Interessanter Bericht! Welches Messmikrofon hast du benutzt, und hast du es vorher kalibriert? Ich frage, weil viele günstige Mikrofone ohne Korrekturdatei in REW selbst schon eine gefärbte Messkurve liefern und man dann am Ende auf Artefakte des Mikrofons reagiert statt auf echte Raumprobleme.
S
sebastianb (0 pkt)
6dB Verbesserung ist schön, aber ich würde ergänzen: Basstraps alleine lösen das Grundproblem in kleinen Räumen nur teilweise. Raummoden bei 80Hz in einem 4m-Raum sind physikalisch kaum vollständig zu bedämpfen, egal wie viel Absorber man reinpackt. Wer wirklich präzise mischen will, sollte zusätzlich über einen digitalen Raumkorrektur-EQ wie Sonarworks oder Arc nachdenken – das kompensiert, was die Physik nicht hergibt.