Akustikgitarre mit Pickup oder Mikrofon aufnehmen – was klingt besser?

168 Aufrufe 3 Antworten
P
pragmatisch_nadine (0 pkt)
Ich hab eine Takemine mit eingebautem Fishman-Pickup und nehme seit Monaten direkt ins Interface auf, weil es so bequem ist. Ein Freund meinte, mit einem günstigen Kleinmembranmikrofon (er nennt immer das MXL 603) würde es trotzdem viel natürlicher klingen. Stimmt das oder ist das nur Gear-Snobismus und der Pickup reicht für Hobbyaufnahmen völlig aus?
S
sandra_76 (0 pkt)
Ich hatte lange dieselbe Situation mit einer Yamaha und einem Fishman-System – der Pickup klingt direkt ins Interface immer etwas dünn und hat diesen typischen piezo-artigen Quäkton bei höheren Frequenzen. Seit ich ein Rode NT5 vor die Gitarre stelle (das MXL 603 ist in derselben Liga), klingt es wirklich wie eine echte Gitarre im Raum. Für Hobbyaufnahmen reicht ein Pickup völlig, wenn du Demos oder Sketches machst, aber sobald du etwas sorgfältiger aufnehmen willst, macht das Mikrofon einen deutlich hörbaren Unterschied.
N
nadine91 (0 pkt)
Interessante Frage – aber welche Raumakustik hast du bei dir zuhause? Ein Kleinmembranmikrofon nimmt nämlich nicht nur die Gitarre auf, sondern auch alles andere im Raum, und wenn das Zimmer hallig oder ungedämpft ist, kann der Pickup-Sound am Ende sogar kontrollierbarer und sauberer wirken als eine schlechte Mikrofonaufnahme.
M
Matthias Köhler (0 pkt)
Ich würde sogar eine dritte Option ins Spiel bringen: ein Großmembranmikrofon wie das Audio-Technica AT2020 liegt im ähnlichen Preisbereich wie das MXL 603 und klingt auf Akustikgitarre für viele Leute runder und wärmer als Kleinmembranmikrofone. Kleinmembran ist nicht automatisch die beste Wahl für Gitarre, auch wenn das oft so dargestellt wird – kommt stark auf den persönlichen Klanggeschmack an.