Latenz bei 40ms macht mich wahnsinnig – Reaper Einstellungen komplett falsch?
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5 Antworten
H
Ich nehme mit Reaper auf, Interface ist ein Behringer UMC22, und die Latenz beim Mitspielen zu bereits aufgenommenen Spuren ist unerträglich. Ich habe den Buffer auf 128 Samples gestellt aber es ändert sich kaum was. Mein Laptop hat einen i5 der 10. Generation und 8GB RAM, sollte das reichen oder liegt das Problem woanders?
T
Das kenne ich gut vom UMC22 – der Treiber ist oft das eigentliche Problem, nicht Reaper. Stell sicher, dass du den ASIO-Treiber von Behringer nutzt und nicht den generischen Windows-ASIO oder WDM. In Reaper unter Optionen > Einstellungen > Audio > Gerät muss 'ASIO' als Audiosystem ausgewählt sein, sonst bringt dir die Buffer-Einstellung gar nichts.
S
Welchen Audiosystem-Typ hast du in Reaper eigentlich eingestellt? Ich frage, weil viele Anfänger versehentlich DirectSound oder WASAPI verwenden, und da hilft kein Buffer-Tuning der Welt. Und hast du schon mal geschaut, welche Latenz dir Reaper in der Statusleiste unten rechts tatsächlich anzeigt?
D
128 Samples ist eigentlich schon recht niedrig, aber 40ms klingt trotzdem nach einem Treiberproblem oder nach falscher Systemkonfiguration. Schau in der Windows-Energieverwaltung nach: Das Energiesparprofil 'Ausbalanciert' oder 'Energiesparmodus' drosselt die CPU und verdoppelt die Latenz praktisch. Auf 'Höchstleistung' umstellen hat bei mir damals alles auf einen Schlag gelöst.
B
Ich würde hier widersprechen, dass der i5 der 10. Generation das Problem ist – der schafft das problemlos. Aber ein häufig übersehener Punkt: Hast du in Reaper unter den ASIO-Einstellungen auch die Hardware-Latenz-Kompensation aktiviert? Die sorgt dafür, dass du bei der Wiedergabe keine Verschiebung hörst, auch wenn der Buffer größer ist.
S
Alternativ kannst du ASIO4ALL als Treiber testen, falls der native Behringer-Treiber Probleme macht – das ist zwar keine Dauerlösung, aber ein guter Diagnoseschritt um herauszufinden, ob der Treiber schuld ist. Außerdem lohnt es sich, im Task-Manager während der Aufnahme zu schauen, ob irgendein Hintergrundprozess die CPU belastet, denn Browser, Antivirensoftware oder Windows Update können in solchen Momenten echte Latenz-Killer sein.
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